Vorstand

Walther NEUMANN

Funktion: Präsident

Mag. Walther Neumann
Was für andere Elvis Presley, war für mich Giuseppe Verdi.
Mein Vater war ein großer Wagnerianer. Damals wurde an der Grazer Oper ja viel mehr Wagner aufgeführt als heute. Wenn abends eine Aufführung stattfand ("Götterdämmerung" begann immer schon um 17 Uhr), hatte mir mein Vater immer einen schönen Sitzplatz besorgt, Bedingung war allerdings, dass ich nach dem Mittagessen den Text genau lesen mußte (mit Abfragen). Und zwar immer wieder. So kam es, dass ich heute noch sehr viele Wagner-Stellen auswendig weiß. Das erste Stück, das ich mir selber am Klavier zusammensuchte, war der "Triumphmarsch" aus "Aida". Damals war ich sieben oder acht Jahre alt.
Mich wunderte es eigentlich nicht so sehr, dass man mich schließlich zum Präsidenten der "Opernfreunde" erkor...

Klaus LICHEM

Funktion: Stv. Präsident, Kassier

Univ. Prof. Dr. Klaus Lichem, Jahrgang 1936, erste Opern- und Operettenerfahrung durch Schallplattenaufnahmen der großen Arien von berühmten Sängerinnen und Sängern, die mein Vater Samstag und Sonntag vorspielte, vor allem Wagner, Puccini, Verdi, Offenbach  usw. bzw. Lehár, Kálmán, Strauß, Millöcker, Ziehrer usw. Mit etwa zehn bis zwölf Jahren "Walküre" in der Graz Oper, dann "Hänsel und Gretel" usw.

Gymnasium, Studium, Doktorat, Habilitation für Romanische Philologie, Universitätskarriere als Universitätsprofessor für französische und italienische Sprachwissenschaft. Aus Berufsinteresse und auch in meinen Seminaren habe ich mich dann mit den Libretti beschäftigt, da für mich zusammen mit der Musik (natürlich) der Text eine wichtige Rolle spielt.

Bei uns am Institut arbeitete zum Zeitpunkt der Gründung des Vereins Helgrit Wolfgruber-Schreiner, die mich überredete mitzuarbeiten. Für mich ist diese Tätigkeit seit Beginn bis heute eine stete Bereicherung.

Martin EXNER

Funktion: Kassier Stv.

Martin Exner, Jahrgang 1969 – genauso wie so manche gute Bouteille aus dem Bordelais, die er so schätzt -, absolvierte die Übersetzerausbildung (Italienisch) und das Studium Kulturmanagement / angewandte Kulturwissenschaft  an der Karl-Franzens-Universität in Graz. Im Bereich des Kulturmanagement arbeitet er heute auch beim Musikfestival styriarte, wo er sein Interesse für alte Musik entdeckte. Seine Liebe zur Oper im Allgemeinen ergab sich bereit in frühester Kindheit, die er oft als interessierter Beobachter an der Seite seines Vaters im Orchestergraben der Grazer Oper verbrachte. Sein besonderes Interesse gilt neben Verdi, Mozart und Strauss vor allem den Bereichen Opernübersetzungen und Opernübertitelung.

Hedda BREGANT

Funktion: Beirat

Hedda Bregant wurde in eine richtige „Wagner-Familie“ hineingeboren. Vor allem ihre Großeltern und ihre musikalisch ausgebildete Mutter machten ihr schon von klein an vornehmlich Wagners Opern, aber auch die Musik von Beethoven bis Strauss und zur Mooderne schmackhaft. Lohengrin war im frühen Kindesalter ihr erstes Opernerlebnis, gleich darauf folgten die Meistersinger. So verwundert auch nicht, dass Hedda Bregant ebenso Mitglied im Grazer Wagner-Forum ist. Ihr Wunsch, Pianistin zu werden, scheiterte zwar an der mangelnden Koordination zwischen linker und rechter Hand, was allerdings nicht zur Folge hatte, dass es ihr an Kreativität mangelt: Die begeisterte Chorsängerin machte eine Ausbildung in modern dance und besucht noch heute Kurse für Bauchtanz. Hedda Bregant bedauert zwar, keine musiktheoretischen Kenntnisse zu besitzen, ist allerdings stolz darauf, dass ihr Zugang zur Musik daher ein rein emotionaler ist. Und sie betont, dass sie offen für alles ist: Musik teilt sich für sie nicht in E und U, in modern oder alt, sondern einfach in gut und schlecht.

Alfred MARKO

Funktion: Schriftführer Stv.

Mag. Phil. Alfred Marko, geb. 1940.
Heirat 1966, 3 Töchter, 1 Sohn, 3 Enkelkinder.
Studium Germanistik und Anglistik in Graz;
AHS-Lehrer für Deutsch und Englisch, von 1966 bis 1970 in Leibnitz,
von 1970 bis 2002 am Akademischen Gymnasium Graz.
Daneben Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Akademie Graz-Eggenberg (Deutsch) und Uni Graz (Englisch).
Seit Juli 2002 im Ruhestand.

Operninteresse seit achtem Lebensjahr, zunächst an den spannenden Inhalten. Musikalisch-szenische Konkretisierung durch Tätigkeit des Vaters als Theater-fotograf (1950–1953). Interesse an Opern aller Perioden hält bis heute an, besonders an selten gespielten und „obskuren“ Werken. Seine Spielplan-gestaltung würde ein Opernhaus in kurzer Zeit in den Ruin treiben. Setzt sich auch gern mit kontroversiellen Inszenierungen auseinander.

Gründungsmitglied der Opernfreunde; von 1995 bis 2008 Schriftführer, seitdem Stellvertretender Schriftführer.

Franz GÖLLES

Funktion: Schriftführer

Dr. Franz Gölles,

Geboren, um zu leben (Interpret: "Unheilig"), übliche Schulbildung und Studium der Rechtswissenschaft; seit 1975 Rechtsanwalt.
Beinahe allumfassendes Interesse am Musikgeschehen jedweder Art und Stilrichtung.
Zugang zur Oper im Alter von zwölf Jahren durch Besuch einer  "Turandot" - Aufführung in Graz infolge der Erkrankung meiner Mutter als einspringender
Begleiter meines Vaters. Naturgemäß war ich mehr vom damals märchenhaften Bühnenbild und der Inszenierung angetan als vom musikalischen Geschehen. In der Folgezeit mehrten sich die Opernbesuche, und so war ich bereits in der Oberstufe der Mittelschule ein eifriger Stehplatzbesucher in der Grazer Oper. Diese Vorliebe für die Oper ist weiterhin ungebrochen aufrecht.

Walter BERNHART

Funktion: Beirat

Univ. Prof. Dr. Walter Bernhart ist anglistischer Literaturwissenschaftler und als Leiter des "Centre for Intermediality Studies in Graz (CIMIG) an der Karl-Franzens-Universität Graz an allen Fragestellungen interessiert, bei denen es um die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen den einzelnen Künsten und Medien geht. So ist es naheliegend, dass bei dieser intermedialen Ausrichtung für ihn die Oper als jene Kunstform, in der sich eine engste Verknüpfung von Musik, Sprache und bildnerischer Gestaltung im Rahmen von szenischen Aufführungen findet, eine besondere Rolle spielt. Als engagierter Gesangsbegleiter am Klavier hat er auch einen praktischen Zugang zur künstlerischen Tätigkeit und Arbeit mit Sängern, was seine historischen und ästhetischen Interessen auf sinn- und lustvolle Weise ergänzt.

Wolfgang Würdinger

Funktion: Beirat
Wolfgang Würdinger
 Geboren (1959), aufgewachsen, zur Schule gegangen und studiert (Romanistik) in Graz, hauptberuflich tätig als AHS-Lehrer, gelegentlich als Reiseleiter für Musikfahrten. Seit jeher faszinierte mich die menschliche Stimme, und so war der Weg zur Oper nicht weit. Ich beschäftige mich mit Sängerpersönlichkeiten aus Gegenwart und vor allem Vergangenheit, slawischer, französischer und deutscher Oper, aber meine große Liebe gilt den bekannten und weniger bekannten Werken der italienischen Opernliteratur.